Entwicklung der Identität

Unser Leben prägt uns – aber wir prägen es auch.

Unsere Identität wird durch viele Einflüsse geprägt:

  • Familie.
  • Kultur.
  • Beziehungen.
  • Erfolge und Misserfolge.
  • Ermutigung und Kritik.

Chancen, die wir erhalten haben – und Erfahrungen, die wir uns niemals ausgesucht hätten. Manche dieser Einflüsse liegen außerhalb unserer Kontrolle. Doch sie prägen uns nicht automatisch. Entscheidend ist auch, wie wir das Erlebte interpretieren.

Zwei Menschen können eine ähnliche Erfahrung machen und zu völlig unterschiedlichen Schlussfolgerungen über sich selbst kommen. Der eine denkt: „Ich bin gescheitert, also bin ich nicht kompetent.Der andere: „Ich bin gescheitert, aber ich kann daraus lernen und wachsen.“

Das Ereignis ist ähnlich. Die Bedeutung, die wir ihm geben, ist unterschiedlich. Und mit der Zeit werden diese Bedeutungen Teil unserer Identität. 


Die stille Kraft unseres Self-Talk

Ein großer Teil dieses Prozesses geschieht durch unseren bewussten und unbewussten inneren Dialog. Wir interpretieren unsere Erfahrungen ständig:

  • Was sagt das über mich aus?
  • Bin ich gut genug?
  • Kann ich mir selbst vertrauen?
  • Gehöre ich dazu?
  • Was werden andere über mich denken?

Wiederholte Gedanken werden zu Überzeugungen. Überzeugungen beeinflussen unsere Emotionen. Emotionen beeinflussen unser Verhalten. Und wiederholtes Verhalten bestätigt schließlich immer stärker das Bild, das wir von uns selbst haben. Das bedeutet: Identität ist nicht nur etwas, das mit uns geschieht. Wir selbst wirken an ihrer Formung mit.
 

Unsere Identität an der Wahrheit ausrichten

Darin liegen sowohl Verantwortung als auch Hoffnung. Wir können unsere Vergangenheit nicht verändern. Wir können nicht kontrollieren, was andere Menschen über uns denken. Aber wir können uns der Schlussfolgerungen bewusster werden, die wir aus unseren Erfahrungen gezogen haben. Und wir können fragen: Ist das wirklich wahr über mich?

 

Verzerrte Annahmen ersetzen

Eine gesündere Identität entsteht, wenn wir verzerrte Annahmen Schritt für Schritt durch ein realistischeres Verständnis unserer selbst ersetzen. Wir lernen, unsere Stärken anzuerkennen, ohne sie größer machen zu müssen. Unsere Grenzen zu akzeptieren, ohne uns durch sie definieren zu lassen. Verantwortung für unsere Entscheidungen zu übernehmen, ohne uns für alles verantwortlich zu fühlen. 

Und uns zunehmend so zu sehen, wie wir wirklich sind: nicht mehr – und nicht weniger. Identität entwickelt sich deshalb ein Leben lang weiter. Wir werden durch unsere Erfahrungen geprägt. Doch durch Awareness, Reflexion und einen gesünderen Self-Talk können wir auch bewusst daran mitwirken, zu der Person zu werden, aus der Healthy Leadership wachsen kann.